Aschermittwoch vs. Valentinstag?!

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In diesem Jahr fallen der Beginn der Fastenzeit und das Fest der Verliebten auf einen Tag. Wie können wir das vereinen? Einerseits würden wir gerne mit der geliebten Person einen romantischen Abend im Restaurant verbringen, sie mit Schokolade beschenken, ein Glas Wein trinken oder Feiern gehen. Andererseits sagt uns die Kirche, dass dies eines von zwei Tagen im Jahr ist, an dem wir fasten sollten.

Was uns zunächst so unvereinbar vorkommt, ist gar nicht so weit von sich entfernt, wie es scheint.

Der Beginn der Fastenzeit hilft uns, nachzudenken, auf welche alternative Weise wir diesen Tag begehen können: Wie wäre es mit einem romantischen Spaziergang anstelle einer Party? Die Zweisamkeit hilft sicherlich sogar ein wenig, die Beziehung zu vertiefen und den Partner besser kennenzulernen. Auch die gemeinsame Teilnahme an der Heiligen Messe an diesem Tag ist eine gute Gelegenheit, sich über die Sterblichkeit des Menschen bewusst zu werden. Das Bewusstsein über die Vergänglichkeit unseres irdischen Lebens rückt die Bedeutung des ewigen seelischen Lebens in den Vordergrund – und damit auch die Bedeutung einer Beziehung, die nicht nur auf leiblichem Wohlempfinden, sondern auf gemeinsamen geistlichem Wachstum beruht.

Nicht große Geschenke sind das, was unsere Liebe festigt, sondern gemeinsame Momente. Und die sind umso ehrlicher, je weniger sie daran gebunden sind, zu bestimmten Ereignissen stattzufinden, die uns von der Popkultur aufgezwungen werden. Vielleicht ist eine unerwartete Überraschung von Herzen an jedem anderen Tag viel mehr wert als ein Geschenk, das man gezwungenermaßen an diesem 14. Februar erhält.

Dass der Aschermittwoch dieses Jahr auf den 14. Februar fällt ist keineswegs ein Hindernis, sondern ein Segen: Er lässt uns erkennen, worum es eigentlich in der Liebe geht.

Dieses Zusammentreffen der beiden Ereignisse ist kein Hindernis, sondern gerade ein Segen, weil es die Bedeutung der wahren Liebe in den Vordergrund drängt. Es kann uns dazu zwingen, von dem Kommerz des Festes erlöst zu werden. Der Valentinstag ist, bis auf die Tatsache, dass er auf dem Gedenktag des Heiligen Valentin aufbaut, kein katholisches Fest und wird von vielen Konzernen ausgenutzt, um ein gutes Geschäft zu machen. Dabei ist man wenig an der Promotion wahrer Lieber interessiert, sondern eher wird eine Verliebtheit vermarktet, die weit entfernt ist von dem, worum es eigentlich in der Beziehung geht (mehr dazu).

Und noch etwas: „Wir wollen lieben, weil Er uns zuerst geliebt hat“, heißt es in 1. Joh 4,19. Vergessen wir nie, dass unsere Liebe an erster Stelle Gott gilt. Denn ohne Ihn wäre nichts. Wir wären nicht im Stande zu lieben, es gebe unseren Partner und uns selber noch nicht einmal. Er ist unser Meister, wenn es darum geht zu lernen, wie wahre Liebe gelebt wird. Vielleicht ist der Beginn der Fastenzeit, die uns zur Buße und Umkehr aufruft, eine gute Gelegenheit, Seine Schule der Liebe häufiger aufzusuchen.

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